Sonntag, 9. Januar 2011

Buchverfilmung: In meinem Himmel

Heute möchte ich Euch zur Abwechslung mal einen Film vorstellen, denn richtig gute Buchverfilmungen gibt es meiner Meinung nach wirklich selten. Die besten Filme basieren nunmal auf Kurzgeschichten.



Die Geschichte erzählt von der 14jährigen Susie Salmon, die nach ihrem gewaltsamen Tod von "ihrem Himmel" aus die Erde beobachtet. Sie kann nicht loslassen, nicht solange ihre Familie in der Trauer zu versinken droht, die der Verlust mit sich brachte und nicht solange ihr Mörder noch unentdeckt weiterleben darf.

Das Buch in meinem Himmel von Alice Sebold hat mich in einer Weise berührt wie selten ein anderes. Es ist steckt so voller Gefühl, ist so traurig und macht gleichzeitig dennoch Hoffnung auf ein wenig Gerechtigkeit in dieser Welt, dass ich weinen, lachen und mitfühlen konnte. Durch die starken Eindrücke, die fantastischen Gedankenwelten, schickt die Autorin den Leser auf eine emotionale Wanderung und das macht dieses Buch zu etwas Besonderem. Eben diese Art des Erzählens machte mich dem Film gegenüber allerdings sehr skeptisch. Kaum denkbar wie die Filmemacher dieses sensible Thema umsetzen, dem Buch gerecht werden wollten.

"In meinem Himmel" von Peter Jackson hat es geschafft mich zu überzeugen.
Die Schauspieler sind so gut gewählt, dass ich die Charaktere aus den Büchern hier wirklich wiedererkennen konnte. Der Umgang mit der Geschichte und ihrem Inhalt war so respektvoll, dass man das Gefühl hatte man erlebt das Buch noch einmal. Ganz fantastisch aber war die Darstellung der Welt, in der Susie sich nach ihrem Tod befand und die Art des erzählens, genau wie im Buch aus der Ich-Perspektive.
Alles in allem ist "In meinem Himmel" also eine wirklich gelungene filmische Umsetzung einer sehr bewegenden Geschichte und evtl. sollte man Taschentücher bereitstellen, wenn man ihn sich ansieht.

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