Mittwoch, 14. April 2010

Rezension: Sarah Lukas, "Der Kuss des Engels"

Klappentext:
Manchmal zerplatzen Träume wie Seifenblasen: Sophie glaubt, sie habe eine glückliche Zukunft mit ihrem Verlobten Rafael vor sich bis zu dem verhängnisvollen Tag, an dem er stirbt. Die junge Frau steht vor dem Nichts. In Paris sucht sie das Vergessen, doch ein Leben ohne ihn hat für sie keinen Wert. Dann erblickt sie am Ufer der Seine eine Gestalt, die Rafael zum Verwechseln ähnlich sieht. Sophie ist überzeugt, dass er zurückgekehrt ist, doch der Fremde erinnert sich nicht an sie. Und bevor Sophie begreift, worauf sie sich einlässt, schweben sie beide in großer Gefahr. Denn er ist ein gefallener Engel, dem eine ganz besondere Mission auf der Erde zuteil wird. Und er kann sie nur mit Sophies Hilfe erfüllen.



Meine Meinung:
Das Debüt der Autorin Sarah Lukas klingt verheißungsvoll. Ich war nach der Leseprobe bereits sehr angetan von Stil und Wortwahl, und auch die Grundidee der Geschichte klang interessant.
Nachdem ich das Buch nun gelesen habe, muss ich leider sagen, dass es mich nicht so fesseln konnte wie zuerst erhofft. Lesenswert war es dennoch.
Nach einem recht spannenden Einstieg flacht die Geschichte recht schnell ab, was schade ist. Bis sie gegen Ende wieder etwas an Fahrt gewinnt und spannend wird musste ich mich doch durch einige Kapitel durchkämpfen. Die Figuren entwickeln, vielleicht mit Ausnahme der Hauptprotagonistin Sophie, keinen Tiefgang. Viele Dinge, wie Jeans Vergangenheit und was mit seiner Familie geschah werden angedeutet, jedoch bis zum Ende nicht aufgeklärt. Überhaupt habe ich als Leser am Ende das Gefühl, dass ich mit vielen Fragen im dunklen zurückgelassen wurde. Worauf genau wollte die Autorin hinaus? Das Liebe unsterblich ist? Das Gott Gutes wie auch Böses in die Welt bringt?
Es wird so oft zwischen theologischen Grundfragen, Liebesgeschichte und dämonischem Treiben hin und her geschwenkt, dass einem am Ende mehr unklar ist als zu Beginn der Geschichte.
Dennoch hat diese etwas andere Romanze durchaus ihren Reiz, denn sprachlich rangiert die Autorin auf gehobenem Niveau und ihre bildhaften Beschreibungen des wunderschönen Paris lassen auch über die eine oder andere Wiederholung hinwegsehen.
Mein Fazit ist, wer Fantasy-Romantik mag ist hier gut bedient, denn trotz einiger Schwächen ist dieses Erstwerk von Frau Lukas unterhaltsame leichte Lektüre zum abschalten.

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