Mittwoch, 14. April 2010

Rezension: Tess Gerritsen, "Leichenraub"

Klappentext:
Im Anfang war der Tod ...

Julia Hamill gräbt gerade den Garten ihres kürzlich erworbenen Hauses um, als sie einen grausigen Fund macht: den skelettierten Schädel eines Menschen. Mit den Mitteln der modernen Gerichtsmedizin kann Dr. Maura Isles die harten Fakten schnell bestimmen: Die Leiche ist knapp zweihundert Jahre alt - eine Frau, die ganz offensichtlich einem Mord zum Opfer fiel. Doch wer ist die unbekannte Tote? Und wer hat sie im Garten des alten Hauses verscharrt? Diese Fragen lassen Julia Hamill keine Ruhe, und sie beginnt, auf eigene Faust zu ermitteln. Eine alte Kassette voller Dokumente führt sie dabei in die Vergangenheit Bostons - zu den ersten Versuchen, mithilfe von Forensik, Pathologie und Autopsien einen Kriminalfall zu lösen.



Meine Meinung:
Ich habe mir Leichenraub gekauft nachdem ich die Jane-Rizzoli-Reihe nahezu verschlungen hatte und auch 2 ihrer noch weniger guten früheren Werke (Das Geheimlabor/Tödliche Spritzen) gelesen habe. Da schon weit vorab auf Tess Gerritsen Homepage erwähnt wurde, dass dieses Buch nicht die JR-Reihe ergänzt und Maura Isles nur einen kleinen Gastauftritt bekommt, war ich also auch nicht enttäuscht. Wenn man nicht mit einer falschen Erwartungshaltung rangeht und gern auch mal historische Romane ließt (wobei dieser hier nicht mit Iny Lorentz vergleichbar ist, da es ein ganz anderer Schreibstil, eine andere Epoche umzeichnet) hat man Freude an diesem Buch. Ich habe es nicht bereut und hatte Leichenraub in 2-3 Tagen durchgelesen. Die Geschichte um Rose Conolly ist spannend und gut konstruiert, wenn auch stellenweise etwas vorhersehbar. Der Roman ist mit vielen Informationen gespickt und gut recherchiert und das Einbauen der realen historischen Figur Oliver Wendell Holmes Sr. gefiel mir zudem besonders gut und war auch gelungen. Einzig die Zwischenblenden in die Neuzeit um Julia, Henry und Tom wirkten eher störend und die Liebesgeschichte darin sehr konstruiert, kitschig, überflüssig. Deswegen auch nur 4 von 5 Sternen, aber dennoch ein lesenswertes Buch für Fans von Tess Gerritsen, die ihren Schreibstil mögen und nicht ausschließlich Jane und Maura Geschichten lesen wollen.

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