Montag, 10. Mai 2010

Rezension: Peter Probst, "Blinde Flecken"

Klappentext:
Tim Burger sitzt wegen einer Amokfahrt mit tödlichen Folgen im Gefängnis. Jetzt verdichten sich die Hinweise darauf, dass seine Entlassung kurz bevorsteht - und dass er ein Attentat plant. Rechtsanwalt Loewi wendet sich an den Privatermittler Anton Schwarz, weil er glaubt, dass Burger Werkzeug eines rechtsradikalen Netzwerks ist und die Amokfahrt einen antisemitischen Hintergrund hatte. Höchste Eile ist geboten, denn in den Jahren der Haft hat Burger sich in eine tickende Zeitbombe verwandelt.

Meine Meinung:
Der erste Kriminalroman für Erwachsene von Peter Probst kann sich sehen lassen. Der Autor zeichnet ein realistisches Bild der deutschen Gesellschaft und schildert uns auf erschreckende Weise den Einfluss der rechten Szene in allen Bereichen des Lebens. Die Charaktere sind authentisch. Sie haben Stärken und Schwächen, werden nicht glorifiziert und sind somit umso sympathischer. Die Texte sind eingängig und die Geschichte ist gut konstruiert. Das Buch besticht durch viel Dialog und Monolog der Protagonisten, was wir sicher der Erfahrung des Autors im Schreiben von Drehbüchern verdanken. Die Handlung ist zwar recht gut durchschaubar, so dass am Ende nicht unbedingt allzu große Überraschungen zu erwarten sind, doch dieses Buch besticht durch seine Sprache, sowie die Charaktere und ist in jedem Fall lesenswert.

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