Mittwoch, 21. Juli 2010

Rezension: Tanja Pleva, "Gottesopfer"

Klappentext:
Auf dem Campo dei Fiori in Rom wurde eine junge Frau verbrannt, ihre Überreste auf groteske Weise zur Schau gestellt. Europol schaltet Profiler Sam O’Connor ein. Ähnliche Morde in Hamburg und Salzburg lassen O’Connor Gemeinsamkeiten erkennen: Alle Opfer besuchten spiritistische Sitzungen. Bei allen wurden Dinge gefunden, mit denen man früher Hexen bannte – und eine Bibel aus Hamburg. Das Werk eines Besessenen? Der Hamburger Pater Dominik könnte etwas über die Morde sagen, aber verschanzt sich hinter dem Schweigegelübde. Ausgerechnet Lina, die O’Connor so bezaubernd findet, scheint den Mörder zu kennen. Und sein nächstes Opfer zu werden ...

Meine Meinung:
Nach der Buchbeschreibung zu urteilen ein spannender Thriller, das war mein erster Eindruck. Nun ja, spannend war die Geschichte gerade zu Beginn schon, doch das Niveau und der Stil reichten für meinen Geschmack noch lange nicht für ein wirklich gutes Buch. Schnell und leicht verständlich lässt sich der neue Fall für Ermittler Sam O’ Connor lesen, doch die Handlung an sich plätschert oftmals nur so dahin, weiß nicht recht in welche Richtung sie gehen soll. Spirituell angehaucht und mit einem Hang zur Oberflächlichkeit jagen wir einen Täter, der brutal und als selbst ernannter „Racheengel Gottes“ durch die Lande zieht. Die Autorin schafft es nicht wirklich den Protagonisten Tiefgang zu geben, legt großen Wert auf wertende Beschreibungen der äußeren Erscheinung und schafft es mit sich oftmals wiederholenden Huldigungen unangenehm von der eigentlichen Geschichte abzulenken. Auch die immer wieder auftauchenden Anfeindungen gegen die katholische Kirche schaffen es, selbst nicht konfessionelle Leser, zumindest zu nerven. Alles in allem wirken die Figuren überzeichnet, die Ermittlungen lahm und die Handlung unecht, jedoch ist die Idee gut und die gelungenen Rückblenden in die Vergangenheit des Täters werten die Geschichte etwas auf. Allenfalls ein solider Krimi für zwischendurch…

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