Freitag, 5. November 2010

Rezension: Inge Löhnig, "In weißer Stille"

Kurzbeschreibung:
Ein stürmischer Oktoberabend: In seinem Wochenendhaus am Starnberger See wird ein pensionierter Kinderarzt tot aufgefunden. An eine Heizung gefesselt, ist er langsam verdurstet - ein qualvoller Tod. War es Rache oder doch nur ein Raubmord? Kommissar Konstantin Dühnfort enthüllt nach und nach den dunklen Charakter des Toten und stößt auf ein Drama, das seine längst erwachsenen Kinder bis heute verfolgt.


Meine Meinung:
Inge Löhnig hat mit "In weißer Stille" zum ersten Mal den Weg in mein Bücherregal gefunden und sicher nicht das letzte Mal dafür gesorgt, dass ich abends zu spät ins Bett gehe weil ein Buch mich nicht loslässt.
Die Geschichte ist eine von vielen, in der es um eine scheinbar heile Familie geht. Schnell beginnt die Fassade zu bröckeln und spätestens nachdem der zweite Mord geschieht, bleibt kein Zweifel mehr, dass es sich um eine Familientragödie handeln muss. Spannend bis zum Schluss erzählt die Autorin diese Geschichte und lässt lange offen wer der Täter ist. Ihre Ermittler werden immer wieder in neue Richtungen geschickt, nur um am Schluss vor noch mehr Fragen zu stehen. Neben dem Fall beeindrucken aber auch die Protagonisten durch Tiefgang und Vielschichtigkeit. Man bekommt Einblick in die Gedanken- und Gefühlswelt der Figuren und erlebt die Geschichte umso intensiver. Besonders Kommisar Dühnfort war mir von anfang an sympathisch. Er wirkt "echt" und nicht überzeichnet und hat neben dem Job auch noch mit den ganz alltäglichen Problemen des Lebens zu kämpfen.
Der Schluss des Buches war schon fast etwas gemein, hatte etwas von einem "Cliffhanger" und lässt mich auf eine schnelle Fortsetzung hoffen.
Fazit: Ein sehr guter Krimi mit starken Protagonisten und einem hohen Spannungslevel.

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